Acrylmalerei als Alternative zur aufwendigen Ölmalerei

Bereits seit ihrer Erfindung in den vierziger Jahren bietet die Acrylmalerei Amateuren und Profis die Möglichkeit sich erfolgreich, ohne großen zeitlichen Aufwand, kreativ zu betätigen.

Seit den späten 40er-Jahren sind, zunächst nur in den USA, kurze Zeit später auch in Europa, Acrylfarben auf dem Markt. Von den möglichen Maltechniken her gesehen, können sie durchaus als Ersatz für Ölfarben gehandelt werden. Durch ihre sehr kurzen Trocknungszeiten bieten sie der aufwendigen Arbeit mit Ölfarben gegenüber völlig neue Möglichkeiten. Schon nach wenigen Minuten kann mit einer neuen Farbe, bzw. einer neuen Schicht weitergemacht werden und ein wirkungsvolles Gemälde somit in kürzester Zeit fertiggestellt werden.

Die Pop-Art Künstler der sechziger Jahre waren Vorreiter mit diesem neuen Material, Andy Warhol und Roy Lichtenstein arbeiteten fast nur damit.

Die Acrylmalerei bietet aber noch eine völlig andere Technik: Da die Farben die Möglichkeit bieten, sie mit Wasser zu verdünnen, können sie auch lasierend, durchscheinend wie Wasser- oder Aquarellfarben benutzt werden. Auch diese Fähigkeit, zwei völlig unterschiedliche Maltechniken abdecken zu können, macht Acrylfarben auch für Hobbymaler sehr attraktiv.

Eine kleine Schwierigkeit, an die man sich jedoch schnell gewöhnt, bietet die Acrylmalerei allerdings doch. Unverdünnt angewendet dunkeln die Farben mit dem Trocknungsvorgang noch um einige Nuancen ab, mit Wasser verdünnt werden sie beim Trocknen etwas heller. Um wie viel heller bzw. dunkler das Ergebnis wird, ist allerdings mit einiger Übung herauszufinden.

Sollte man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, lassen sich die Farben mühelos, auch mit einem helleren Ton, wieder übermalen.

Für Anfänger empfiehlt es sich, erst einmal einen Grundstock an Farben anzuschaffen, aus dem sich alle anderen mischen lassen. Unbedingt nötig sind die Farben Schwarz und Weiß, ein Blau-, ein Gelb-und ein Rotton, dazu empfiehlt sich ein Ocker, um Brauntöne leichter herstellen zu können. Als Werkzeuge eignen sich Borsten- und Haarpinsel, Letztere vor allem für die mit Wasser verdünnte Variante und Spachtel und Bürsten, wenn die Farbe sehr pastös aufgetragen werden soll. Acrylfarbe trocknet auch in sehr dicken Schichten, ohne Risse zu bekommen.

Als Untergrund sind eigentlich alle fettfreien Materialien geeignet. Die Farbe hält auf Leinwand, Papier, Karton und Holz, meistens ist nicht einmal eine Grundierung nötig. Nur auf sehr glatten Oberflächen wie Metall oder Plastik kann das Problem auftreten, dass Pinselspuren stark sichtbar sind, dem lässt sich entgegenwirken, indem die Farbe mit einem Schwämmchen aufgetupft wird.