Aquarellfarben - brilliante Farbtöne auf Wasserbasis
Mit Aquarellfarben kann man lasierende Maltechniken einsetzen, bei denen sich die Farbmischung dadurch ergibt, dass verschiedene Farbschichten übereinander aufgetragen werden und dabei lichtdurchlässig bleiben.
30. Dez 2009
Um ein Aquarell zu malen, benötigt man spezielle wasserlösliche Farben. Aquarellfarben bestehen aus dem Bindemittel Gummi arabicum und den entsprechenden Farbpigmenten. Sie werden meist in Tuben in der richtigen Konsistenz verkauft. Eine weitere Verdünnung mit Wasser ist möglich, kann aber den typischen Glanz der Farben verringern. Besser ist es, sie unverdünnt aufzutragen. Auch dann schimmert der Untergrund durch die Farben durch, wodurch der übliche pastellige Farbton entsteht. Die Farbmischung kann zwar auch auf der Palette vorgenommen werden, besser wird aber allein durch übereinander liegende Schichten der Grundfarben der gewünschte Ton erreicht.
Der Farbenlehre entsprechend genügen die drei Grundfarben Gelb, Rot und Blau um jede andere Farbe zu mischen. Die Farbmischung auf dem Papier folgt den Regeln der subtraktiven Farbsynthese. Genau genommen sind die Farben Rot, Gelb und Blau nur ungefähr die richtigen Grundfarben. Von der Druckertinte bekannt sind die Farbnamen Magenta statt Rot und Cyan statt Blau. Für eine perfekte Mischung weiterer Farben ist es wichtig, die exakten Grundfarben zu verwenden. Verwendet man stattdessen ein sattes Rot, ist dieses bereits mit einigen Gelbanteilen versetzt, wodurch in der Mischung mit Blau, bzw. Cyan stets ein leichter Braunton entsteht.
Zwar kann man Aquarellfarben in allen möglichen Farben fertig gemischt kaufen, doch die drei Grundfarben genügen vollkommen für die Gestaltung eines Bildes. Verschiedene Techniken führen dabei zu verschiedenen Ergebnissen. Bei der Lasur werden die Farben stark verdünnt und schichtweise aufgetragen. Da die Farben sehr schnell trocknen, vermischen sie nicht. Die Farbmischung entsteht, weil die Farbschichten durchscheinend bleiben. Mehrere übereinander liegende Schichten derselben Farbe sorgen dabei für einen dunkleren Farbton. Je nachdem, welche Farbe man erhalten möchte, wählt man die entsprechende Anzahl an Farbschichten, damit das Verhältnis der Grundfarben zueinander abgestimmt werden kann.
Um Farbverläufe darzustellen, kann man nach dem Auftrag der Farbe in der dunkelsten gewünschten Stärke mit einem nassen Pinsel die Farbe über den Malgrund verteilen. Feuchtet man die Fläche vorher an, wird der Farbverlauf stärker, aber auch schwieriger zu kontrollieren. Beherrscht man aber diese Verlaufstechnik, ist der Schritt zur Nass-in-Nass-Technik einfacher. Die Beherrschung dieser Technik ist mit Aquarellfarben sehr schwierig und wird daher nur von wenigen Malern bevorzugt.