Das Malen auf Leinwand erfordert ein wenig Vorbereitung
Leinwand gibt es im Künstlerbedarf und in gut sortierten Bastelgeschäften als Meterware von der Rolle. Um darauf malen zu können, muss die Leinwand auf einen Rahmen gespannt werden.
12. Okt 2010
Wer ein Bild auf Leinwand malen möchte, hat die Möglichkeit, sich selbst einen Rahmen zu basteln und die Leinwand darauf zu spannen. Der Rahmen wird in der für das fertige Bild gewünschten Größe aus Holzleisten hergestellt, die miteinander verleimt werden. Zur besseren Stabilisierung kann man die rechtwinklig zusammengeleimten Holzleisten mit einem Elektrotacker von der Rückseite klammern. Die Größe des Leinwandstückes ist also abhängig von der Rahmengröße. Beim Zuschneiden ist darauf zu achten, dass die Leinwand an allen Seiten so weit übersteht, dass sie sich problemlos um den Rahmen herumziehen und auf der Rückseite sicher befestigen lässt. Leinwand wird in der Regel mit einem Tacker an das Holz geklammert. Da die Leinwand beim Aufbringen der Farbe etwas aufweicht, ist es ausgesprochen wichtig, sie so stramm wie möglich um den Rahmen herumzuspannen.
Wem der Aufwand, selbst einen Rahmen für die Leinwand herzustellen, zu groß ist, kann im Fachhandel fertige Keilrahmen, die bereits mit Leinwand bespannt sind, erwerben. Diese Keilrahmen gibt es in unterschiedlichen Größen, Formen und Qualitäten. Je feiner die verwendete Leinwand ist, umso leichter ist das Aufbringen der Farbe. Bei grober Leinwand entstehen beim Trocknen der Farbe häufig kleine Löcher, die den Gesamteindruck des fertigen Bildes stören können. Auf der Beschreibung, die der Hobbymaler bei den fertigen Keilrahmen findet, steht häufig, dass eine Vorbereitung der Leinwand vor dem Auftragen von Farbe nicht notwendig ist. Abhängig von der gewünschten Malart ist das aber nur bedingt richtig. Für Hobbymaler kann es durchaus von Vorteil sein, vorgefertigte Keilrahmen zu verwenden. In der Verpackung befinden sich zusätzliche Spannkeile, mit denen ein Nachspannen der Leinwand problemlos möglich ist. So kann der Maler sicher sein, dass die Leinwand immer in einem optimalen Spannzustand ist. Das erleichtert das Malen erheblich.
Wer sein Bild in Acrylfarben malen möchte, sollte die Leinwand im ersten Arbeitsgang mit verdünnter Acrylfarbe grundieren. Je nach gewähltem Motiv kann dies mit weißer oder auch mit dunkler Farbe erfolgen. Die Grundierung sorgt dafür, dass die offenen Poren bereits mit Farbe gefüllt sind. Ein Entstehen von Farblöchern beim Trocknungsvorgang ist damit weitgehend ausgeschlossen. Die Leinwand, auf der ein Bild in Ölfarben entstehen soll, benötigt eine zusätzliche Vorbereitung. Hier empfiehlt es sich, die Leinwand zunächst mit Leinöl zu grundieren. Leinöl ist ebenfalls im Fachgeschäft für Künstlerbedarf oder im gut sortierten Bastelgeschäft zu erhalten. Ölfarbe trocknet wesentlich langsamer als Acrylfarbe. Sie eignet sich deshalb sehr gut für Farbmischungen und Schattierungen direkt während des Malvorgangs. Auch Korrekturen sind noch einige Zeit nach dem Aufbringen der Farbe durch Beimischung anderer Farben möglich.
Ist das Bild, das auf der Leinwand entstanden ist, fertig und gut durchgetrocknet, sollten die Farben konserviert werden. Dabei ist zu beachten, dass ein Ölbild mehrere Wochen benötigt, bis die Ölfarbe komplett trocken ist. Zum Konservieren benutzt man Firnis, die es sowohl für Acryl- als auch für Ölfarbe gibt. Firnis ist absolut transparent und meist schnell trocknend. Sie schützt die Farboberfläche und verleiht dem auf Leinwand gemalten Bild einen leichten Glanz und den Farben mehr Brillanz.